Einst war das Leicoma-Schwein in Mitteldeutschland zu Hause. Doch ab den 1990er Jahren gaben viele Betriebe die Schweinezucht auf. Sie spezialisierten sich auf den Marktfruchtanbau, der durch die sehr guten Böden der Region begünstigt wurde. Das Ende der Entwicklung: Nur noch ein Betrieb in Sachsen-Anhalt hält die Zuchttiere der Leicoma-Rasse. Das Schwein ist vom Aussterben bedroht.

Eine Interessensgemeinschaft unter Federführung der BLE versucht deshalb, so schnell wie möglich ein Zuchtprogramm zu starten. Deshalb sucht das Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt der BLE nach Züchtern, Schweinehaltern, Verarbeitern und Vermarktern, die sich für den Erhalt der Rasse einsetzen möchten. Einige Bundesländer bieten bereits Förderung für die bedrohte Rasse.

Als herausragendes Merkmal der Rasse gelte die hohe Fleischqualität, die ideal für die Erzeugung von Qualitätsschweinefleisch im Hochpreissegment sei, schreibt die Bundesanstalt. Diese Eigenschaft sei vom Duroc Schwein vererbt worden. Dazu sei das Leicoma-Schwein robust.
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