Die Verhandlungen der Vereinten Nationen zur Eindämmung des „Land Grabbing" sind beendet. Der Welternährungsausschuss hat sich nach jahrelangen Beratungen auf freiwillige Leitlinien verständigt. Diese sollen insbesondere den Menschen in den ärmsten Regionen der Welt den Zugang zu Land und die Produktion von Nahrungsmitteln erleichtern. Bundesagrarministerin Aigner begrüßte den Abschluss der Verhandlungen. „Die freiwilligen Leitlinien zum verantwortungsvollen Umgang mit Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern sind ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung", erklärte Aigner innerhalb der UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO).

Die Leitlinien sollen den großflächigen Kauf oder die Pacht von Agrarflächen in Entwicklungsländern regeln. Solche Transaktionen bezeichnen zahlreiche Nichtregierungsorganisationen als "Land Grabbing", übersetzt "Aneignung von Land" oder sinngemäß Landraub. Die Kritik entzündet sich an großflächigen Käufen von Agrarland in Afrika und Asien. Die förmliche Verabschiedung der freiwilligen Leitlinien ist für Mai 2012 im Rahmen einer Sondersitzung des Welternährungsausschusses in Rom geplant. (az)

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