Bis zum dritten Quartal dieses Jahres wurden 438 km von 1.887 km der nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) von 2009 geplanten Stromleitungskilometer fertig gestellt. Auch die Realisierung der nach dem Bundesbedarfsplangesetzgeplanten Projekte kommt in Gang. Dies berichten Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt in einem gemeinsamen Monitoringbericht. Mittlerweile liegt der Bundesnetzagentur ein Antrag für die geplante Höchstspannungsleitung von Bertikow nach Pasewalk vor und in Kürze ist mit Anträgen für weitere großräumige Projekte zu rechnen.

Weil der Ausbau der Erzeugung Erneuerbarer Energien immer noch zügig voran schreitet, hinkt der Netzausbau weiter hinterher. „Wir dürfen daher in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, den Netzausbau weiter zu beschleunigen“, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Auf die Wettbewerbssituation auf den Strommärkten hat der Ausbau Erneurbarer Energien aber einen positiven Einfluss. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes stellt dazu fest: "Der Marktanteil der vier größten Anbieter bei der konventionellen Stromerzeugung ist auf 67 Prozent gesunken. Auch aufgrund der hohen Liquidität der Stromgroßhandelsmärkte sind die früheren marktbeherrschenden Stellungen bei der Belieferung von Industrie- und Gewerbekunden inzwischen Geschichte.“

Mit der Veröffentlichung des Monitoringberichtes 2014 setzen die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt ihre intensive Zusammenarbeit in der Beobachtung und Analyse der Entwicklungen im Strom- und Gasbereich fort.
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