Lepper will Energiepflanzenprämie verdoppeln


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Einen neuen Anlauf zur Unterstützung von Biokraftstoffen in Polen hat Landwirtschaftsminister Andrzej Lepper genommen. Er möchte jetzt die Energiepflanzenprämie der EU aus nationalen Mitteln auf das Doppelte aufstocken. Auf einer Pressekonferenz gestern in Warschau berichtete Lepper, dass zur Ernte 2007 polnische Landwirte auf 700.000 ha Raps angebaut haben, was einer Ernteerwartung von 1,8 bis 2,0 Mio. t entspricht. Kommt es zu einer solch hohen Ernte, sind Absatzschwierigkeiten oder Preisverfall absehbar. Letzteren hofft Lepper mit der verdoppelten Energiepflanzenprämie von etwa 90 €/ha abmildern zu können. Er zeigte sich gestern überzeugt, dass eine solche Lösung mit EU-Recht vereinbar wäre.

Wenig wirksam ist bisher in Polen die Steuerbefreiung auf Biokraftstoffe, die zu niedrig ist, um den Absatz von Biodiesel in Polen anzukurbeln. Die Raffinerie in Trzebinia, einziger nennenswerter Hersteller im Land, steckt mittlerweile in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. In der vergangenen Woche haben Mitarbeiter sogar einen Hungerstreik angekündigt, um einen Ausweg aus der Misere zu beschleunigen. (db)

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