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Lettland müsse die Vorgaben der EU-Richtlinie zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen im Verkehrssektor unbedingt aus eigener Kraft erfüllen. Das bekräftigte der Landwirtschaftsminister des Landes, Martins Roze, beim Besuch der vorerst einzigen heimischen Biodiesel-Produktionsanlage der Firma Delta-Riga. Letztere verfügt laut der Rigaer Zeitung "Business & The Baltic" über eine Jahreskapazität von höchstens 2.500 t Biodiesel. Um den zum Ende 2005 geforderten Mindestanteil von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen in Höhe von 2 Prozent zu gewährleisten und dabei deren Importe zu vermeiden, soll Lettland die Erzeugung von Biodiesel auf 11.000 t aufstocken und außerdem 9.000 t Bioethanol produzieren. Ein Ende 2003 gebilligtes nationales Programm sieht einen entsprechenden Ausbau von Verarbeitungskapazitäten vor. Um die Ziele des Programms zu erreichen, sei außerdem laut Roze eine Verfünffachung der Anbauflächen von Raps erforderlich. Dem zufolge suchten derzeit die zuständigen Ministerien nach Möglichkeiten, die Wettbewerbsfähigkeit von Biokraftstoffen am nationalen Markt zu sichern. Dies könnte entweder durch deren Befreiung von der Verbrauchssteuer oder mittels direkter Subventionierung der Produktion erfolgen. (pom)
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