Zuckerkampagne

Letzte Quotenrüben aus dem Rheinland

Das Anbaujahr 2016 war durch wechselhafte und in größeren Teilen nicht optimale Wachstumsbedingungen geprägt, stellt der Rheinischer Rübenbauer-Verband in einer Bilanz der Kampagne fest. Nach einer noch termingerechten Saat dominierte bis in den August hinein eine feuchte und einstrahlungsarme Wetterlage. Allein im Juni fielen lokal mehr als 300 mm Niederschlag.

Mitte August änderte sich die Lage grundlegend und es begann eine rund achtwöchige trockene und heiße Wetterphase. Diese bremste nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern verursachte vor allem im September größere Probleme bei der Rübenernte, da die Böden stark verhärtet waren und die Rübenroder die Rüben nur schwer und mit viel Aufwand ernten konnten. Erst ab November wurde das Wetter insgesamt ausgeglichener, wobei einzelne Nachtfröste um die Monatswende vom November zum Dezember bereits grenzwertig für die Rüben waren.

Bernhard Conzen, Vorsitzender des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes (RRV), resümiert, dass man unter diesen Bedingungen mit dem erzielten durchschnittlichen Rübenertrag von knapp über 72 t/ha bei 18 Prozent Zuckergehalt mehr als zufrieden sein müsse. Noch vor 10 Jahren seien die daraus resultierenden Zuckererträge von durchschnittlich 13 t/ha selbst unter günstigen Bedingungen kaum vorstellbar gewesen.

Die Spanne der erzielten Erträge in Abhängigkeit von der Intensität der Witterung und der Bodengüte sei in diesem Jahr ungewöhnlich groß gewesen. Insgesamt aber habe die Anbauregion bewiesen, dass sie selbst unter weniger guten Anbaubedingungen hohe Erträge erzielen und im internationalen Vergleich mehr als mithalten könne. Dies stimme in Anbetracht des künftig schärfer werdenden Wettbewerbs vorsichtig optimistisch. (SB)
stats