Lockerung des MKS-Exportverbotes für Frankreich

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Aus Frankreich dürfen ab dem 12. April wieder lebende Klauentiere ausgeführt werden. Dies hat der Ständige Veterinärausschuss am Mittwoch in Brüssel entschieden. Das Verbot wird allerdings nur unter der Auflage aufgehoben, dass keine weiteren Fälle der Maul- und Klauenseuche auftreten. In den Niederlanden soll das Verbringungsverbot für lebende Tiere bis zum 25. April gelten. Fleisch und Molkereiprodukte aus unbehandelter Milch dürfen ab sofort aus der Provinz Noordbrabant wieder geliefert werden. Ausgenommen sind in der Provinz Noordbrabant nur noch die Kreise Sprang-Capelle und Mare-Kassel-Herpen. In Nordirland und Irland sollen die Handelsbeschränkungen ab dem 19. April aufgehoben werden, falls dort nichts weiter passiert. EU-weit soll der Transport von Tieren direkt zu anderen Höfen oder zum Schlachthof bis zum 18. Mai genehmigungspflichtig bleiben. In Ausnahmefällen will die Kommission aber wieder Sammeltransporte zulassen.

Das Importverbot von Fleisch aus Argentinien wird verlängert. Innerhalb von zwei Monaten sollen Veterinäre der Kommission ein Inspektionsreise nach Argentinien machen. Anschließend soll erneut entschieden werden. Zootiere dürfen in der EU nach einer Entscheidung des Ständigen Veterinärausschusses nun doch geimpft werden. Es müssen aber gefährdete Tierarten wie etwa Nashörner sein, die auf der Roten Liste stehen. Außerdem muss es einen Maul- und Klauenseuchefall im Umkreis von 25 km zum Zoo gegeben haben. Die Kommission geht davon aus, dass der Status der EU als "nicht impfendes Land" von der Ausnahme in Zoos nicht beeinträchtigt wird. (Mö)
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