Lösung für GVO-Spuren verschoben


Wer Soja und Mais aus Amerika in der EU verarbeitet, muss weiterhin mit Risiken leben. Die EU verschiebt einen Vorschlag für den Umgang mit Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Lebensmitteln.

Für Lebensmittel gilt weiterhin die Nulltoleranz für in der EU noch nicht zugelassene GVO. Für Futtermittel gibt es dagegen schon eine technische Lösung, nach der Spuren von bis zu 0,1 Prozent hingenommen werden. Eigentlich wollte die EU-Kommission noch in diesem Jahr einen entsprechenden Vorschlag für GVO-Spuren in Lebensmitteln vorlegen. Doch die Kommission winkt inzwischen ab und nennt noch nicht einmal einen Termin im neuen Jahr.

Der neue EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg konzentriert sich auf das Thema „Rauchen" und lässt die Gentechnik erst mal beiseite liegen. Auch die französische GVO-Studie von Seralini, die die Europäische Lebensmittelbehörde für unwissenschaftlich hält, sorgte für Verzögerungen.

Zu Beginn des neuen Jahres will der Europäische Verband der Ölmühlen (FEDIOL) zusammen mit anderen Interessenvertretern das Problem dem neuen Kommissar noch einmal deutlich machen. (Mö)    
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