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Das Lohnniveau in der russischen und ukrainischen Landwirtschaft ist seit 1990 unverändert bei zwei bis vier Prozent des Niveaus in der EU-Landwirtschaft. Diese Beobachtung machte Prof. Klaus Frohberg vom Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa auf dem heutigen Welternährungstag in Halle. Die Erzeugerpreise erhöhten sich seit 1990 beispielsweise in der Ukraine um 200 Prozent. Die Steigerungsraten bei den Inputpreisen erhöhten sich dagegegen um 400 Prozent. Der Anreiz zu mehr Investitionen in der Landwirtschaft mache daher dringend die Freigabe der landwirtschaftlichen Preise notwendig. Neben einem funktionierenden Kapitalmarkt sei darüber hinaus ein verlässliches Konkursrecht nötig, um die "guten von den schlechten Betrieben auszusieben", so Frohberg. (ts)
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