Das bisher produktionsgesteuerte Unternehmen soll markt- und kundenorientiert aufgestellt werden.
-- , Foto: K+S
Das bisher produktionsgesteuerte Unternehmen soll markt- und kundenorientiert aufgestellt werden.
Noch kein Jahr im Amt stellt Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender der K+S AG, sein ambitioniertes Wachstumsprogramm "Shaping 2030" vor. Kernpunkt ist eine markt- und kundenorientierte Aufstellung des bislang  produktionsgesteuerten Unternehmens. Künftig gibt es vier Kundensegmente Agriculture, Industry, Consumers und Communities. Die Integration der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz und ermöglicht Synergieeffekte. Diese sollen in den Bereichen Produktion, Digitalisierung, Verwaltung, Einkauf und Logistik erzielt werden.

Sauberes Wasser
K+S gibt ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit ab und setzt sich ambitionierte Ziele, u. a. in den Bereichen Reduzierung von Salzabwässern und Arbeitssicherheit. So wird K+S die Versenkung von salzhaltigen Prozessabwässern aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021 einstellen. Die Nachhaltigkeitsziele von K+S sind definiert und werden im Laufe des Jahres 2018 mit konkreten Kennzahlen hinterlegt, um Fortschritte und Ergebnisse transparent zu machen. (da)
K+S rechnet damit, dass sich ab Ende 2020 mit der neuen Aufstellung jährliche positive Ergebniseffekte durch Synergien in Höhe von mindestens 150 Mio. € einstellen. Das Unternehmen will ab 2019 wieder einen positiven freien Cashflow generieren, kündigt der Vorstand an. Den Verschuldungsgrad will er halbieren. Eine Stärke unserer Strategie ist, dass keine der Wachstumsoptionen so dominant ist, dass der Erfolg von "Shaping 2030" davon abhängt, sagte Lohr. Sein erklärtes Ziel ist eine "One Company". Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Strategie, deren Umsetzung in zwei Phasen bis 2020 erfolgen soll.

Bis 2030 will Lohr ein  Ebita von 3 Mrd. € erzielen mit einer Kapitalrendite (Roce) von mindestens 15 Prozent. Gut zwei Drittel des dafür notwendigen Wachstums wird K+S allein mit der Weiterentwicklung des bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen. "Wir haben uns bewusst dazu entschieden, unsere Ebita-Ambition zu veröffentlichen.

Ausbau von Spezialitäten

Neben der Stärkung des operativen Ergebnisses soll die Abhängigkeit von externen Faktoren wie beispielsweise dem Wetter oder dem Weltmarktpreis für Kaliumchlorid (MOP) reduziert werden. Dazu soll das Spezialitätengeschäft sowie angrenzende Geschäftsfelder wie Fertigation ausgebaut werden. Auch regional will K+S das Geschäft in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika erweitern. (da)
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