Lücken in der Rückverfolgbarkeit

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Schwächen bei der Registrierung von Rindern kritisierte am Dienstag in Straßburg der Europäische Rechnungshof. Beim Handel über die Grenzen eines EU-Mitgliedstaates hinaus würden die Daten nicht einheitlich und exakt von der einen nationalen Datenbank an jene des Empfängerlandes weitergegeben. Die Mitgliedstaaten sollen ihre nationalen Formate für die Datenbanken deshalb harmonisieren, fordert der Rechnungshof in seinem jüngst veröffentlichten Sonderbericht. Die EU-Kommission antwortete, sie sei sich des Problems beim Rinderhandel auf dem europäischen Binnenmarkt durchaus bewusst.

Die Kommission müsse gegen ein zu eigenständiges Vorgehen der Mitgliedstaaten einschreiten. Sie habe mit "Traces" aber bereits ein System geschaffen, mit welchem der grenzüberschreitende Handel einfacher und besser erfasst werden könne. Ungefähr 3 Millionen Rinder würden jährlich zwischen den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft gehandelt, das seien etwas 4 Prozent des Bestandes, heißt es in dem Sonderbericht weiter. (Mö)

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