Die Anbaufläche für die Blaue Lupine in Deutschland könnte sich in den nächsten Jahren verdoppeln. Die Kultur hat Perspektiven auf kalkarmen und sandigen Böden. Die Hülsenfrucht, die bis zu 40 Prozent aus Eiweiß besteht, genießt zunehmend Wertschätzung in der Lebensmittelindustrie, berichtet der Baywa Züchtervertrieb. Da es vielversprechende Absatzmöglichkeiten für die Blaue Lupine gibt, wird ihr Anbau in der Landwirtschaft immer interessanter. Bundesweit werden aktuell 24.000 Hektar mit Blauer Lupine bestellt. Angesichts der interessanten Marktchancen könnte sich aber in den nächsten drei Jahren die Anbaufläche verdoppeln. Zumal die Leguminosen auch Vorteile direkt auf dem Acker ausspielen kann: Lupinen verbessern mit ihren Stickstoff bindenden, tiefen Pfahlwurzeln die Bodenfruchtbarkeit und -struktur. Außerdem ermöglichen sie als Vorfrucht Ertragssteigerungen von bis zu 10 Prozent in Folgefrüchten wie Getreide oder Raps.
Vier Lebensmittelfirmen aus Mecklenburg-Vorpommern testen derzeit Produkte wie Wurst, Backwaren, Salate und Eis, die auf Lupineneiweiß basieren. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und im nördlichen Sachsen-Anhalt gedeiht die Kultur auf den Sandigen, kalkarmen Böden gut, so der Baywa Züchtervertrieb, der für den Anbau von Blauen Süßlupinen ein breites Sortiment anbietet. (az)
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