"Lysin-Kartell" muss 110 Mio. Euro Strafe zahlen

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Wegen Preisabsprachen beim Verkauf von synthetischen Aminosäuren hat die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel Strafen für fünf verschiedene Unternehmen in Höhe von insgesamt 110 Mio. Euro verhängt. Gegen die Führer des Kartells Archer Daniels Midland (USA) und Ajino Moto (Japan) wurden Geldbußen von 47,3 beziehungsweise 28,3 Mio. Euro festgelegt. Die fünf beschuldigten Unternehmen haben nach Angaben der Kommission gemeinsam Preise für den Verkauf von Lysin vereinbart und für Europa zwischen 1990 und 1995 Verkaufsquoten verkauft. Lysin wird Futtermitteln zugesetzt, um deren Verwertungsmöglichkeiten durch die Tiere zu verbessern. Die US-amerikanischen Wettbewerbsbehörden sind ebenfalls gegen das Lysin-Kartell vorgegangen. (Mö)
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