MIV: Fester Milchmarkt zeichnet sich ab


Mit steigenden Temperaturen nimmt die Rohmilchanlieferung an die deutschen Molkereien weiter ab. Der Markt ist insgesamt stabil. Der gesamte europäische Milchmarkt sei "durch eine für diese Jahreszeit ungewöhnliche Festigkeit gekennzeichnet", heißt es beim Milch Industrieverband (MIV), Berlin. Die Milchpreise steigen langsam an. Für den Herbst erwartet der MIV Molkereiauszahlungspreise von etwa 30 Cent/kg. Damit läge der Milchpreis in Deutschland über dem mehrjährigen Mittel. Die EU-Kommmission geht in einem Quartalsbericht ebenfalls von weiter steigenden Erlösen in den nächsten Monaten aus. Wegen der hohen Preise ist allerdings die Nachfrage nach Butter rückläufig.

Die Börse in Kempten notierte zuletzt geformte und in Alufolie abgepackte Deutsche Marktbutter jedoch noch unverändert mit 3,80 bis 3,90 €/kg. Auch die Börse in Hannover nannte mit 3,85 bis 3,90 € behauptete Abgabepreise der Molkereien. Uneinheitlich ist die Lage bei Milchpulver. Magermilch- sowie Süßmolkepulver in Futtermittelqualität tendiert bei ruhigem Geschäft nochmals etwas schwächer. Dagegen zeigt sich die Lebensmittelqualität meist stabil. Am internationalen Markt haben die Käufer eine abwartende Haltung eingenommen. Die Erlöse für die meisten Käsearten können sich bei normalen Umsätzen behaupten. (HH) 
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