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In Großbritannien soll die Höhe der Entschädigungszahlung, die ein Landwirt nach einem MKS-Fall erhält, künftig von seinem eigenen Verhalten abhängen. Dies sieht ein am Mittwoch veröffentlichter Gesetzentwurf der britischen Regierung vor. Es ist geplant, dass der Landwirt für jedes gekeulte Tier 75 Prozent des Wertes erhält, den das Tier vor der Infektion mit MKS hatte. Eine Auszahlung der verbleibenden 25 Prozent soll davon abhängen, ob der Landwirt sich verantwortungsvoll verhalten hat, um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden.

Darüber hinaus soll das neue Gesetz der Regierung weitergehende Befugnisse einräumen, bei einem Seuchenverdacht die sofortige Tötung von Tieren anzuordnen. Auch wird es möglich sein, geimpfte Tiere zu keulen und dafür Entschädigungen zu zahlen. Zwar habe es in Großbritannien seit dem 30. September keinen neuen MKS-Fall mehr gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung des britischen Landwirtschaftsministeriums. Es sei jedoch nicht abzusehen, wie sich die Seuchensituation vor dem Hintergrund der im Spätherbst üblichen Tierbewegungen entwickeln werde. Der Gesetzentwurf muss noch dem Parlament vorgelegt werden und könnte Anfang kommenden Jahres in Kraft treten. (ED)
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