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Heute Morgen hat Frankreich den ersten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) im Land und damit auf dem westeuropäischen Festland bestätigt, wie der Nachrichtendienst Reuters im Internet mitteilt. Der betroffene Milchviehbetrieb im nordwestlichen Departement Mayenne bei La Baroche-Gondouin mit 114 Rindern liege nur unweit von einem zweiten Bauernhof entfernt, der im Februar noch Schafe aus Großbritannien importiert hatte. Dieser stehe schon seit dem 27. Februar unter Quarantäne, hieß es. Landwirtschaftsminister Jean Glavany äußerte die Befürchtung, dass die Seuche auch schon in andere Regionen des Landes eingeschleppt sei.

Die Europäische Kommission erwägt ein vollständiges Transportverbot für Lebendvieh in dem französischen Gebiet. Der Ständige Veterinärausschuss der EU-Länder werde bei seinen derzeitigen Beratungen in Brüssel über die nötigen Schritte entscheiden, sagte eine Sprecherin der Kommission. Trotz des ersten Falls auf dem Kontinent bestehe kein Anlass für Massenimpfungen. Solche Impfungen seien nur bei "epidemischen Ausmaßen" einer Seuche vorgesehen. Bislang könne aber jeder Fall der Seuche exakt verfolgt werden. So stamme das erkrankte Tier in Frankreich aus Großbritannien. (ED)
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