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In einem landwirtschaftlichen Betrieb mit 99 Kälbern besteht seit Samstagabend Verdacht auf Maul- und Klauenseuche (MKS), wie das Landwirtschaftsministerium in Hannover mitteilt. Die Tiere zeigten klinische Symptome im Bereich des Maules und hatten Fieber. Sie wurden gestern getötet. Blut- und Gewebeproben von den Tieren werden seit dem frühen Sonntagmorgen im Labor der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen untersucht. Der am Sonntagmittag abgeschlossene Elisa-Test war negativ. Die Ergebnisse der molekularbiologischen PCR-Untersuchung werden bis Dienstagmorgen, die der Zellkulturuntersuchung bis Mittwoch erwartet. Um den betroffenen Hof hat der Landkreis Vechta ein Sperrgebiet errichtet, aus dem keine Klauentiere heraus- oder hineingebracht werden dürfen ("stand still"). Die Grenzen des Sperrgebietes werden von der Polizei kontrolliert. Der Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Dietmar Schulz, erklärte: "Den Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in einem Gebiet mit der höchsten Klauentierdichte Deutschlands müssen wir sehr ernst nehmen. Im Landkreis Vechta werden 104.500 Rinder und 862.600 Schweine gehalten." Er appelliert an die Landwirte, sich strikt an das seit dem Samstag deutschlandweit geltende Tiertransportverbot zu halten, damit das Risiko einer Seuchenverbreitung nicht vergrößert wird. Auch die Kontakte zwischen tierhaltenden Landwirten sollten auf das Unvermeidliche beschränkt bleiben. (ED)
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