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In Großbritannien erhöhen sich die bestätigten Fälle der Maul- und Klauenseuche (MKS) trotz aller Sicherheitsvorkehrungen fast täglich. Der Höhepunkt in der Anzahl neuer Fälle werde jedoch in dieser Woche überschritten, meinte ein Experte aus dem Veterinärausschuss bei der EU-Kommission. Mittlerweile ist bei 75 Tieren die Maul- und Klauenseuche definitiv bestätigt worden. 71 Standorte in England, Wales, Schottland und Nordirland sind betroffen, mehr als 50.000 Tiere wurden bislang vorsorglich getötet.

Unter strengen Auflagen haben britische Landwirte am Montag erstmals seit dem Ausbruch der Seuche wieder Tiere an Schlachthöfe geliefert. Die Schlachtung und Verarbeitung wurde wieder aufgenommen, um die inzwischen auftretenden Fleischengpässe bei der Versorgung der Bevölkerung abzumildern. Heimisches Schweine- und Lammfleisch sei bereits ausverkauft, für Rindfleisch wird damit in den kommenden Tagen gerechnet, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Eine Verlängerung zeichnet sich für das Exportverbot Großbritanniens ab.

In Deutschland, Frankreich, Belgien und Dänemark haben mehrere Verdachtsfälle die Befürchtung aufkommen lassen, dass die Seuche auch auf das europäische Festland übergesprungen ist. Bislang wurde aber keiner dieser Fälle in Bezug auf den Virus positiv bestätigt. (js)
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