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Im Südosten Englands in der Grafschaft Surrey ist die Maul- und Klauenseuche (MKS) bestätigt worden. Die letzten Fälle von MKS hatte es in Großbritannien 2001 gegeben. Beim jetzigen Fall in der Grafschaft Surrey ist MKS bei Rindern nachgewiesen worden, teilt das Landwirtschaftsministerium Defra in London mit. Entsprechende Schutzvorkehrungen sind getroffen. So sind Tiertransporte im gesamten Land nur noch unter strengen Auflagen möglich. Bislang wurden 110 Tiere gekeult und zwei Höfe gesperrt.

Nach Angaben der englischen Zeitung The Daily Telegraph könnte der Erreger aus einem nahe gelegenen Hochsicherheitslabor stammen, in dem an Vakzinen gegen MKS geforscht wird. Darauf deute das Ergebnis einer Analyse des Landwirtschaftsministeriums (Defra) hin. Der nachgewiesene Virustyp sei kein typischer Auslöser der Krankheit. Er ähnele dem Erreger, der für den MKS-Ausbruch im Jahre 1967 verantwortlich war. Mit diesem Virustyp sei in dem zu Merial Animal Health gehörenden Labor im vergangenen Monat gearbeitet worden. (ED)

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