MKS in England weitet sich aus

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Mehrere Fälle der Maul- und Klauenseuche (MKS) wurden inzwischen in Großbritannien festgestellt. Nach infizierten Schweinen in einem Schlachthof in Essex sind bis Freitag Morgen zwei weitere Fälle in Rinderställen bekannt gemacht worden. Die Sperrzone musste deshalb erweitert werden. Menschen, die die Seuche zum Beispiel über ihre Schuhsohlen übertragen können, sollen die Sperrzone möglichst nicht betreten. Außerdem wird vor der Mitnahme von Lebensmitteln tierischen Ursprungs aus Großbritannien gewarnt. Die EU hat die Ausfuhr von Fleisch und von lebenden Rindern, Schafen und Schweinen sowie von Milch und Milchprodukten in andere EU-Mitgliedstaaten untersagt. Im Ständigen Veterinärausschuss in der kommenden Woche soll geklärt werden, ob und für welche Regionen im Vereinigten Königreich das Verbot über den 1. März 2001 verlängert werden soll. England habe im vergangenen Jahr 100.000 t Schaffleisch und 150.000 t Schweinefleisch in andere EU-Staaten ausgeführt, berichtete eine Pressesprecherin der Kommission. 1967 mussten in England 440.000 Tiere wegen der Maul- und Klauenseuche notgeschlachtet werden, die in 2.300 Fällen auftrat. Seit 1992 werde in der EU nicht mehr vorbeugend gegen die Seuche geimpft. Impfstoff sei aber im großen Umfang vorrätig, meinte die Sprecherin der Kommission. (Mö)
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