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Die Maul- und Klauenseuche (MKS) in Großbritannien wütet weiter. Bis heute Morgen wurden dort insgesamt 1998 MKS-Fälle bestätigt, wie das britische Landwirtschaftsministerium (Defra), London, mitteilt. In Northumberland, wo die Seuche am 22. August erneut ausgebrochen war, hat sich inzwischen die Zahl der MKS-Fälle auf 16 erhöht. Seit dem Seuchenausbruch im Februar sind in Großbritannien insgesamt rund 3,8 Millionen Tiere getötet worden. Darunter waren 589.000 Rinder, 3 Milllionen Schafe und 139.000 Schweine. Weiteren 12.000 Tieren stand am Samstag vergangener Woche die Schlachtung noch bevor.

Alle Schutzmaßnahmen, die die EU nach Beschluss des Veterinärausschusses im Juli zum Schutz vor Übertragung von MKS aus Großbritannien erlassen hat, sind weiterhin in Kraft. So dürfen nach wie vor keine Tiere, kein Fleisch, keine Milch sowie keine unbehandelten Milch- und Fleischprodukte aus Großbritannien ausgeführt werden, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium, Bonn, mitteilt. Zur Zeit werde geprüft, ob die neuen Ausbrüche von anderer Qualität als die bisherigen sein könnten. In zwei Wochen wird der EU-Veterinärausschuss erneut zusammenkommen und sich mit dem Thema MKS befasssen. (KK)
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