MON810: Erweitertes Monitoring ab 2008


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Der kommerzielle Anbau von zugelassenen gentechnisch veränderten (GV-) Maissorten kann 2007 in Deutschland wie bisher durchgeführt werden. Ab 2008 ist ein umfangreicheres Monitoring vorgesehen. Heute hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) den Inhalt einer entsprechenden Weisung veröffentlicht, die seit Ende April zu regen Diskussionen geführt hat. Konkret heißt es jetzt in einer offiziellen Darstellung des BVL: "Saatgut der gentechnisch veränderten (GV-) Maissorte MON810 darf in Deutschland zukünftig nur dann zu kommerziellen Zwecken abgegeben werden, wenn dem BVL vom Inhaber der Inverkehrbringensgenehmigung, der Firma Monsanto, ein Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen vorgelegt wird." Für bereits an Landwirte abgegebenes oder ausgesätes Saatgut gilt diese Regelung nach Angaben des BVL nicht. Auch die Zulassung von MON 810 zum Anbau und zur Verwendung für Lebens- und Futtermittelzwecke ist davon nicht betroffen, stellt das BVL klar.

Zum erweiterten Monitoring ab 2008 gibt die Monsanto Agrar, Düsseldorf, bekannt, dass sie bereits jetzt ein Monitoring-Programm betreibe, das "den zukünftig geforderten Auflagen voll und ganz entspricht". (db)

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