Mähdrusch wird teurer


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Regen verhindert noch bis zum Wochenende den Mähdrusch und mindert für Getreide und Raps Erwartungen an Menge und Qualität. Die Agrarzeitung Ernährungsdienst schildert in der heutigen Ausgabe die Stimmung. Die Gerste ist reif, aber die anhaltenden Regenfälle lassen fast nirgendwo die Ernte zu. Auf dem Acker nimmt die Gefahr von Lagerbeständen täglich zu. Noch ist keine Beeinträchtigung der Qualität zu erwarten, schätzen norddeutsche Ackerbauberater. Dafür wird die Trocknung ein wirtschaftlicher Faktor. "Die Energiekosten sind deutlich gestiegen", registriert ein Mecklenburger Großbetrieb. "Die Gerste kriegen wir schon runter und der Weizen braucht noch Zeit", zeigt sich ein Betriebsleiter eines Großbetriebes in Vorpommern noch gelassen. "Was wir jetzt aber überhaupt nicht gebrauchen können, wäre ein schwülwarmer Juli", unterstreicht der Agrarmanager, "denn dann wächst uns der Weizen aus und das geht wirklich auf die Qualität." Er verweist schon jetzt auf steigende Erntekosten, die durch den höheren Anteil von Lagergetreide entstehen. Höherer Verschleiß, Reparaturen oder längere Arbeitszeiten sind die Folge. (Ps)
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