Smart Farming

Mängel bei Datensicherheit


Smart Farming
Selbstlenkende Traktoren, die Zeit einsparen und Verluste minimieren, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, die nur an den notwendigen Stellen ausgebracht werden, automatische Ertragskartierung beim Mähdrescher – viele Techniken sind längst Alltag vieler Landwirte. Smart Farming, auch Landwirtschaft 4.0 genannt, ist eines der Themen der diesjährigen Cebit, die Mitte März in Hannover stattfindet.
Datenschutz sei eines der essentiellen Probleme des Smart Farming, so Prof. Dr. Hans W. Griepentrog, Robotikexperte am Institut für Agrartechnik an der Universität Hohenheim. Landwirte müssten sicher sein können, dass mit ihren Daten kein Missbrauch betrieben werde. Doch dafür fehlten bislang sowohl technische Lösungen als auch eventuell neue rechtliche Grundlagen.

„Über Boden und Pflanzen und die Produktionsbedingungen sind sehr viele Informationen vorhanden“, erklärt Griepentrog. „Landwirtschaft 4.0 verarbeitet diese großen Datenmengen, verknüpft sie, automatisiert Abläufe und unterstützt so den Landwirt beim Entscheidungsprozess.“ Dazu gibt der Landwirt Daten an einen Dienstleister, der auf dieser Grundlage Empfehlungen erarbeitet. Und genau da läge das Problem, so der Experte: „Der Landwirt muss die Datenhoheit behalten und sicher sein, dass seine Daten nicht weitergegeben oder etwa für Werbezwecke verwendet werden.“ Eine klare rechtliche Grundlage dazu fehle im Augenblick. „Doch sie ist zwingend notwendig, damit ein Landwirt Vertrauen zu einem Dienstleister aufbauen kann“, mahnt Griepentrog. (mrs)

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