Frisch gesäte Rübenbestände brauchen in diesem Jahr besonderen Schutz vor Mäusefraß. Dabei geht von den vermehrt auftretenden Feldmäusen keine Gefahr für die Rübensaat aus. Vielmehr sind es die unter Naturschutz stehenden Feldwaldmäuse, die sich nachts gerne über die pillierte Rübensaat hermachen, die Pillen knacken und das Korn verspeisen. Hier helfen nur Ablenkungsfütterungen, weil die geschützten Tiere nicht bekämpft werden dürfen. Jürgen Wagner, Rübenberater der KWS Saat AG, rät zu nussigen Aromen, die im Wald oder auf Grünland abgelegt, die Tiere vom Besuch der Rübenflächen abhalten. Geröstete Gerste, Sonnenblumensamen und Nougatcreme locken die Nager weg vom Acker. Denn die Tiere entwickeln ungeheuren Appetit, wenn sie erstmal auf den Geschmack der Rübensamen gekommen sind: Das Knacken von 600 Pillen in einer Nacht bedeutet einen erheblichen Schaden. In diesem trockenen Frühjahr kommt die Keimung nicht in Gang, weshalb den Feldwaldmäusen viel Zeit für ihre nächtliche Knabberei bleibt. (brs)
stats