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Feldmäusepopulationen auf deutschen Ackerschlägen sollen durch ein Prognosemodell vorausgesagt werden können. Ein solches Modell entwickeln Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA), Braunschweig, in Zusammenarbeit mit der Universität Jena und dem Unternehmen proPlant. Ziel dieses Forschungsprojektes ist, eine steigende Schadnageranzahl erkennen zu können, teilte die BBA mit. Dadurch soll dem Landwirt die Möglichkeit geboten werden, Gegenmaßnahmen ergreifen zu können und seine Ernte vor größeren Schäden durch Feldmäuse zu schützen. Nach Aussagen von Dr. Jens Jacob, Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Münster, ist nur ein Modell sinnvoll, das auf einfach feststellbaren Parametern, wie Wetterdaten, Fruchtfolgen und der Populationsgröße Empfehlungen gibt. Seither praktizierte Versuche waren für die Landwirte zu praxisfern und dadurch nicht geeignet. Der starke Anstieg von Feldmäusen in diesem Jahr könne nicht nur mit dem milden Winter 2006/07 begründet werden, deshalb sei die Erforschung weiterer Ursachen notwendig, so Jens Jacob weiter. (ED)
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