Die Flächen, die nun umgebrochen werden müssen, stellen die Erzeuger vor Herausforderungen. Bei der Planung sind eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. Viele Umbruchflächen dürften für den Maisanbau genutzt werden. In Bayern könnte sich der Maisanbau allerdings allerdings auf Maßnahmen des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) nachteilig auswirken. Für den Erzeugerring Unterfranken stellen auch Leguminosen eine gute Alternative dar. „Die Auswinterungsmisere 2012 kann zumindest dazu genutzt werden, die ohnehin verengten Fruchtfolgen bei uns aufzulockern und zumindest für die Ernte 2013 eine gute Basis zu schaffen", heißt es in der Beratung. Auch die Sonnenblume sei regional eine weitere Nachbauoption, die noch einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaften kann. Es würden noch Anbauverträge mit Preisen von etwa 42 €/dt angeboten. Der spezialisierte HO-Sonnenblumenanbau mit höheren Preisen werde in diesem Jahr aber nur in gegrenztem Umfang stattfinden.

Zwar ist Maissaatgut derzeit nach Auskunft von Anbietern noch reichlich verfügbar. Jedoch ist die Nachfrage in der jüngsten Vergangenheit rapide angestiegen. Vor allem Körnermaissorten, die hohe Deckungsbeiträge liefern, sind stark nachgefragt. Gerade bei der Nachsaat auf guten Standorten achten Landwirte auf die Druschfähigkeit der Sorte und das Abtrocknungsverhalten, berichtet Dr. Christoph Bollmann, Leiter Marketing Deutschland der KWS Mais GmbH. Denn bei steigenden Energiepreisen schlagen die Kosten für die Nachtrocknung schwer zu Buche. (HH/brs)
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