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Gerade noch rechtzeitig sind die Niederschläge für den Mais gekommen. Dennoch sind viele Bestände nach Angaben des Landvolks Niedersachsen durch die voran gegangene Trockenheit bereits so stark geschädigt worden, dass die Bauern teilweise mit Mindererträgen bis zu 50 Prozent rechnen müssen. Zugleich sind die Unterschiede zwischen guten und schlechten Beständen so groß wie noch nie. Auf Standorten mit guter Wasserführung oder einzelnen Gewitterniederschlägen hat sich der Mais noch recht gut entwickelt, während die „klassischen“ Trockenstandorte mit leichten Sandböden und geringer Wassernachlieferung sowie Standorte ohne Gewitterschauer teilweise sehr deutliche Trockenschäden zeigen. Hier ist der Mais häufig halb so hoch, wie er eigentlich jetzt sein müsste. Auch die Kolbenbildung hat hier sehr stark gelitten oder ist sogar ganz ausgeblieben. Zwar erholt sich der Mais nach den jüngsten, ergiebigen Regenfällen jetzt wieder, dennoch lassen diese Bestände keinen guten Ertrag mehr erwarten. Einzelne besonders stark vertrocknete Flächen sind sogar schon geerntet worden.

Die weitere Abreife der Maisbestände ist zurzeit durch die kühle Witterung abgebremst, so dass diejenigen Flächen, die die Trockenheit gut überstanden haben, wohl zur normalen Erntezeit Ende September die Siloreife erreicht haben werden. Wegen der extrem unterschiedlichen Entwicklung der Bestände in diesem Jahr sind aber Ernteprognosen für den optimalen Zeitpunkt sehr schwierig. Stärker als sonst müssen deshalb die Landwirte ihre Flächen kontrollieren und im Einzelfall entscheiden. (ED)

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