Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 konnte Limagrain Deutschland den Umsatz geringfügig steigern von 53 Mio. € auf 53,1 Mio. €. „Wir haben unsere Position in einem stark umkämpften Markt behaupten können“, so Renaud Escartin, Geschäftsführer bei Limagrain Deutschland. Gerade die neuen Maissorten haben laut Escartin zur positiven Entwicklung beigetragen: Der Mais ist die wichtigste Kultur bei Limagrain. Das Unternehmen konnte seine Marktanteile steigern auf knapp 12 Prozent, wenngleich die Wachstumsdynamik aus dem Jahr zuvor nicht wieder gelungen ist.

Diesen Erfolg führt Andreas Tatje, Vertriebsleiter Mais und Gras bei Limagrain Deutschland, auf den starken Sortenfluss und einer konsequenten Vertriebspolitik mit den zwei Marken LG und Advanta zurück. Erfolgsträger seien klassische Mehrnutzungssorten sowie spezielle, hochverdauliche Sorten, die unter dem Siegel LG Animal Nutrition vermarktet werden. Auch für die Zukunft ist er optimistisch: Junge Sorten entwickeln sich sehr gut und neue Sorten stehen zur Verfügung.

Im Raps setzt das Saatgutunternehmen weiterhin auf das Thema Ertragssicherheit. Fred Heilshorn, Vertriebsleiter Raps und Getreide, erinnert an die genetisch fixierte Schotenplatzfestigkeit, deren Wirkung sich in LSV-Ergebnissen wiederspiegelt. Im ebenfalls hart umkämpften Markt für Rapssaatgut hält Limagrain 8 Prozent Der Linienmarkt behält dank der Sorte Arabella als größter Liniensorte eine wichtige Bedeutung für Limagrain, so Heilshorn.

Die Getreidesparte von Limagrain erreicht zurzeit in Deutschland nicht die guten Positionen wie in Frankreich oder Großbritannien, räumt Klaus Ahrens, Marketingleiter bei Limagrain Deutschland, ein.

Neben der reinen Sortenwerbung legt Ahrens den Marketingfokus verstärkt auf Markenkommunikation: „Wir wollen unsere Kernmarke LG weiter stärken und die Sichtbarkeit verbessern.“ Ein Schwerpunkt liegt dabei im Online-Bereich. Mit der Unternehmens-Webseite  bietet das Limagrain den Landwirten eine Plattform mit wichtigen und hilfreichen Informationen. (brs)
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