Die von der Bundesregierung beauftragte Kommission hatte ein vernichtendes Urteil über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesprochen. Es sei kein kosteneffizientes Instrument für den Klimaschutz, heißt es dort. Dem widerspricht jetzt das Deutsche Maiskomitee (DMK) mit Verweis auf eine Studie der Universität Kiel.

„Während die Expertenkommission (EFI) argumentativ lediglich auf den Emissionshandel abhebt, ohne auf die tatsächlichen Potentiale der Treibhausgasminderung verschiedener Technologien dezidiert einzugehen, weisen die Wissenschaftler um Sandra Claus und Prof. Dr. Friedhelm Taube ein erhebliches Treibhausgasminderungspotential der Biogaserzeugung nach“, schreibt das DMK.

In den Versuchen der Universität in Kiel wurden verschiedene Substratanbausysteme (Mais, Getreide, Gras, Zwischenfrüchte) in verschiedenen Naturräumen Schleswig-Holsteins geprüft. Sämtliche mit der Substratproduktion assoziierten Emissionen wurden im Feld gemessen und flossen unter Berücksichtigung der Wirkungsgrade der Biogasanlage in eine umfassende Ökobilanzierung ein.

Das Deutsche Maiskomitee weist darauf hin, dass die Ergebnisse für das Substrat Mais höchste Treibhausgasminderungspotentiale von bis zu 13 t CO2/ha aufweisen.

Die Daten zeigen, dass „die Biogaserzeugung bei optimalem Management ein effizientes Instrument zur Reduktion von Treibhausgasemissionen darstellt und die Kriterien einer Zertifizierung im Sinne der europäischen Nachhaltigkeitsverordnung (RED) für das Zieljahr 2018 erfüllt“, behauptet das DMK. Angesichts dieser Befunde erscheint dem Verband die "pauschale Infragestellung der Klimaschutzeffekte der Biogaserzeugung im Rahmen des EEG mehr als unangemessen".

Das EFI-Gutachten der Bundesregierung hatte auch die Innovationsfähigkeit des Gesetzes in Frage gestellt. Auch darauf gab es einen prompten Widerspruch von einem Wissenschaftler-Team. (hed)
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