Mais wird äußerst knapp


Das USDA korrigiert seine Schätzung für die US-Maisernte kräftig nach unten. Eine eindeutige Reaktion der Börse in Chicago ist kurz nach Bekanntgabe der Zahlen nicht erkennbar. 
 
Sowohl in den USA als auch global zeichnet sich eine sehr enge Maisversorgung ab. Die US-Maisernte fällt nach den heutigen Zahlen des Landwirtschaftsministeriums USDA mit 274 Mio. t noch etwas kleiner aus, als es im Markt erwartet wurde. Gegenüber der Juli-Schätzung wurde das Ernteergebnis noch einmal um 55 Mio. t nach unten korrigiert.

Die Endbestände an Mais werden in den USA voraussichtlich auf 16,5 Mio. t fallen. Die enge Versorgung lässt sich an einem Verhältnis von Endbeständen zum Verbrauch von nur noch 5,8  Prozent für die USA ablesen. Damit die US-Bilanz überhaupt aufgeht, muss der Verbrauch erheblich eingeschränkt werden und auch für den Export steht weniger Mais zur Verfügung.

Global zeichnet sich ebenfalls ein enger Markt ab.  Die kleine US-Maisernte schlägt in der internationalen Bilanz in einem Rückgang der Endbestände auf 123 Mio. t zu Buche. Gegenüber dem Vorjahr bauen sich die Bestände um 13 Mio. t ab, das globale Verhältnis von Endbeständen zum Verbrauch sinkt auf 14,2 Prozent.
 
Auch für die EU haben die amerikanischen Analysten die Schätzung für die Maisernte gesenkt. Sie weisen die europäische Maisernte mit 61,5 Mio. t rund 4 Mio. t kleiner als im Vormonat aus. Einziger Lichtblick bleibt China, wo sich in diesem Jahr eine Rekord-Maisernte von 200 Mio. t und ein Zuwachs von 7,2 Mio. t gegenüber dem Vorjahr abzeichnet. (St) 
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