Maisanbau in den USA gewinnt

Die Maisanbaufläche in den USA wird zur Ernte 2010 voraussichtlich um 3 Prozent wachsen. Auch Sommerweizen könnte zulegen. In einer ersten Flächenschätzung für die Sommerkulturen zur Ernte 2010 geht Joseph W. Glauber, Chefökonom des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA, davon aus, dass der Maisanbau in den USA mehr als 36,0 Mio. ha einnehmen könnte. Die Sojafläche wird nach Glaubers Prognose gegenüber dem Vorjahr um knapp 1 Prozent auf 31,2 Mio. ha zurückgehen. Als Grund nannte der Ökonom auf der Outlook-Konferenz seines Ministeriums, die bis zum heutigen Freitag stattfindet, relativ hohe Erlöse für Mais.

Der Weizenanbau in den USA insgesamt wird nach Glaubers Einschätzung in diesem Jahr mit 21,8 Mio. ha 9 Prozent kleiner sein als zur Ernte 2009. Vor allem der Winterweizenanbau ist um 14 Prozent eingeschränkt worden, hatte das USDA schon im Januar berichtet. Glauber geht davon aus, dass nur ein Teil dieses Rückgangs durch einen vermehrten Sommerweizenanbau ausgeglichen werden kann. Insgesamt haben die US-Farmer weniger Interesse am Weizen, weil die US-Exporte vor sich hindümpeln. Als Grund nennt der USDA-Ökonom die weltweit riesigen Vorräte an Weizen, die auf die Preise drücken. (db)
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