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Maissaatgut kann voraussichtlich im November wieder mit dem Beizmittel Mesurol aufbereitet werden. Heute und morgen beraten Experten im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) über eine Aufhebung des seit Frühjahr diesen Jahres verhängten Zulassungsverbots für bestimmte Mais-Beizmittel. "Bei Mesurol wird die Zulassung wohl schneller und leichter erfolgen", zeigte sich Bernhard Galster von Bayer Crop Science, heute auf dem Maisfeldtag der Saaten-Union in Rastatt zuversichtlich. Besonders in der Oberrheinebene war es in diesem Frühjahr bei der Aussaat von mit dem Wirkstoff Clothianidin gebeiztem Maissaatgut zu einem Bienensterben gekommen. Deshalb hatte das BVL diese Beizmittel sofort verboten. Einen positiven Bescheid für die Maisbeize Poncho Pro erwartet Galster erst zum Jahresanfang 2009. Bayer Crop Science setze alles daran, dass Poncho Pro nur noch in Diabrotica-Befallsgebieten zugelassen werde.

Doch wird die Zulassung mit strengen Auflagen an die Sägeräte verbunden sein. Galster sprach von einem Sägeräte-TÜV. Das Gütesiegel soll sicherstellen, dass die Abluft der Geräte während der Aussaat nur entlang des Bodens erfolgt. Damit soll ausgeschlossen werden, dass die Abluft während der Aussaat nach oben oder zu Seite entweichen kann. Deshalb sei unter anderem das Bienensterben erfolgt. Landwirte können ihre vorhandenen Sägeräte mit speziellen Vorrichtungen nachrüsten. Alle Hersteller haben in den vergangenen Monaten solche Nachrüstsets entwickelt. (da)

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