Maisernte bringt Preisdruck

Die EU-Länder mit Körnermaisanbau erwarten eine überdurchschnittliche Ernte. Der Importbedarf wird sinken. Die Preise sind in Deutschland unter Druck. Für die EU-27 rechnet der Internationale Getreiderat IGC mit einer Körnermaisernte von 61,4 Mio. t. Gegenüber dem Vorjahr und dem Fünfjahresdurchschnitt beträgt der Anstieg etwa 9 Prozent oder 4,8 Mio. t. Etwa um diese höhere Erntemenge sinkt der Importbedarf der EU gegenüber dem Vorjahr. Der IGC rechnet mit Einfuhren der EU von 2,8 Mio. t Mais im Wirtschaftsjahr 2011/12.

Für das größte Erzeugungsland Frankreich schätzt der IGC die Maisernte 2011 auf 14,7 Mio. t Mais, was 7 Prozent mehr als im Vorjahr wäre. Für Deutschland nennt der IGC eine Ernte von 4,7 Mio. t und einen Zuwachs gegenüber 2010 um 15 Prozent. Das Bundeslandwirtschaftsministerium BMELV hatte Anfang September mit knapp 4,5 Mio. t die Ernte niedriger geschätzt.

Die Maisnotierungen in der EU zeigen nach unten. An der Matif sind die Novemberpreise Ende voriger Woche auf 196 €/t gefallen. Fob Oberrhein sind am Freitag 194 €/t genannt worden. (db)
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