Maisintervention abgeschafft


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In zwei Jahren wird Mais in der EU nicht mehr interveniert. Die EU-Agrarminister einigten sich am Montag in Luxemburg auf die Abschaffung, allerdings mit einer Übergangsfrist. Im kommenden Wirtschaftsjahr dürfen in der EU noch 1 Mio. t interveniert werden. Im Jahr 2008/09 gilt die Obergrenze von 700.000 t. Ab 2009/10 wird die Menge auf Null gesetzt, ohne das Interventionsinstrument formell abzuschaffen. Einige EU-Mitgliedstaaten hoffen auf eine erneute Diskussion im Rahmen des „Gesundheitschecks“ im kommenden Jahr, in der nach ihrer Auffassung dann alle Getreidearten gleich behandelt werden sollten. Bulgarien, Dänemark und Griechenland stimmten in Luxemburg gegen die Abschaffung der Intervention. Zypern und Ungarn als hauptsächlich betroffenes Land enthielten sich.

EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel lobe den Reformschritt. Sie befürchtet Überschüsse von 14 Mio. t Mais im Jahr 2013, obwohl die staatlich eingelagerten Mengen in jüngster Zeit deutlich abgeschmolzen sind. (Mö)

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