Der Maisanbau in Deutschland schwankt regional sehr stark. Das zeigen Karten, die das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) veröffentlicht hat. Nach Angaben des DMK sei daraus ersichtlich, dass der Maisanbau in vielen Regionen eine untergeordnete Rolle in der landwirtschaftlichen Erzeugung spielt. So betrage der Maisanteil lediglich in 4 von 412 Landkreisen mehr als 40 Prozent an der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Dieser Zahl stünden 247 Landkreise gegenüber, in denen der Maisanbau weniger als 10 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche beanspruche. Bezogen auf die Ackerfläche sei eine vermeintliche Dominanz des Maises ebenfalls nicht belegbar, so das DMK. In 21 Landkreisen, also 5 Prozent aller Landkreise, werde Mais auf mehr als 50 Prozent der Ackerfläche kultiviert. In 134 Landkreisen, also rund einem Drittel aller Landkreise, betrage der Maisanteil weniger als 10 Prozent an der Ackerfläche. Der Maisanbau könne somit in weniger als einem Prozent der Landkreise als eines der prägenden Landschaftselemente bezeichnet werden. Die Diskussion zum Anteil des Maisanbaus sei nicht an der Ackerfläche, sondern an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche zu führen, heißt es weiter.

Die aktuellen Karten zur Bedeutung des Maisanbaus in den einzelnen Landkreisen Deutschlands können auf der Website des DMK eingesehen werden. Die zu Grunde liegenden Daten stammen aus der Landwirtschaftszählung 2010. (az)
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