In ganz Europa wird mehr Mais angebaut. In den vergangenen zehn Jahren ist die Fläche um 37 Prozent gewachsen.

Über hohe Steigerungsraten berichtet das Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group in Lüdinghausen vor allem in Polen, der Ukraine, Russland und Rumänien. Lediglich in Italien ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Aktuell bauen europäische Landwirte nach den Erhebungen von Kleffmann auf 24,1 Mio. ha Fläche Mais an. Bei den 16.800 befragten Landwirten ist die Maisanbaufläche in Europa demnach in den vergangenen zehn Jahren um 37 Prozent angestiegen.

Insgesamt wird der europäische Maismarkt für Saatgut und Pflanzenschutz von Kleffmann auf einen Umsatzwert von rund 3,4 Mrd. € geschätzt. Dies entspreche einem Wachstum von 82 Prozent über das vergangene Jahrzehnt und resultiert vor allem aus der gestiegenen Anbaufläche.

In den Umfragen nannten die Landwirte insgesamt 2.790 verschiedene verwendete Maissorten. Demnach ist die Sortenpalette besonders in Frankreich (1.053 Sorten) und Deutschland (670 Sorten) sehr breit gefächert.

Das führe jedoch dazu, dass die Spitzensorte europaweit lediglich einen Marktanteil von 2 Prozent aufweise. Die ersten zehn Sorten mit der höchsten Anbaufläche kommen insgesamt auf einen Marktanteil von 12 Prozent. (hed)
stats