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Die Qualität der Maissilage aus der Ernte 2004 ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Das bestätigen erste Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachsen und Hessen. Nach Angaben des Deutschen Maiskomitees (DMK) hat sich der relativ kühle Frühsommer in vielen Regionen letztlich nicht negativ ausgewirkt. Die Pflanzen hätten die anfangs verzögerte Entwicklung im Laufe des Sommers ausgleichen können, berichtet das DMK. Wie es in der DMK-Meldung weiter heißt, erreichen die Energiekonzentrationen sogar erfreulich hohe Werte. In Nordrhein-Westfalen wurden Energiegehalte von durchschnittlich 6,8 MJ NEL/kg TM gemessen. In Sachsen liegen diese zwischen 6,7 und 6,8, in Hessen durchschnittlich bei 6,7 MJ NEL/kg TM. In Bayern liegen die Werte etwas niedriger mit einer Spanne von 6,5 bis 6,7 MJ NEL/kg TM. Die Rohfasergehalte sind vor allem in Nordrhein-Westfalen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Im langfristigen Vergleich entsprechen diese Ergebnisse den Werten aus sehr guten Maisjahren.

Die Gehalte an Trockenmasse liegen in allen Regionen bei mehr als 31 Prozent. In Bayern kommen sie mit Werten zwischen 31 und 34 Prozent in etwa auf das Niveau des Vorjahres. In Nordrhein-Westfalen und in Hessen erreicht der Trockenmassegehalt im Durchschnitt 33 Prozent, womit die Probleme der Dichtlagerung und damit Gefahr von Nacherwärmung insgesamt geringer als 2003 ausfallen dürften. Einzelne Betriebe erreichen jedoch durchaus problematische Werte von mehr als 35 Prozent TM. Die Stärkegehalte, die im vergangenen Jahr oftmals unter 25 Prozent lagen, klettern in diesem Jahr in einigen Regionen wieder über die 30-Prozent-Marke. (ED)

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