Österreich ist reichlich mit Mais versorgt. Nach den neuesten Schätzungen der Zentralen Markt- und Preisberichterstatter AMA zeichnet sich am österreichischen Getreidemarkt eine neue Lage ab. Demnach ist das Land mit Mais überversorgt. Schätzungen waren bisher von einer Unterversorgung ausgegangen. Die AMA revidierte die Maisversorgungsbilanz Österreichs für 2009/10 von einem Negativsaldo mit 123.000 t Unterversorgung aus der eigenen Ernte 2009 in einen positiven Saldo von 27.000 t Überschuss. Damit wurde die Schätzung um etwa 150.000 t noch oben korrigiert.

Nach AMA-Angaben ist der Maisverbrauch auf den landwirtschaftlichen Betrieben um 60.000 t zurück gegangen. Darüber hinaus sei der Einsatz von Mais vor allem in der Ethanolerzeugung und in der Mischfutterindustrie gesunken, was zu einer weiteren Reduzierung des Maisverbrauchs um 90.000 t führte.

In seiner jüngsten Ernteschätzung hat auch das US-Landwirtschaftsministerium  USDA die Menge der US-Maisernte überraschend um 5,8 Mio. t angehoben. Die US-Endbestände sind damit auf nun insgesamt 45 Mio. t angewachsen. Für die EU setzt das USDA allerdings nur einen Überhang von 3,2 Mio. t Mais an. (az)
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