Der Pflanzenschutzdienst in Rheinland-Pfalz hat weitere Maiswurzelbohrer gefangen. Vier Käfer gingen in die Lockstofffallen.

Der Fundort in der Nähe einer Autobahnraststätte südwestlich von Ludwigshafen lässt darauf schließen, dass die Tiere mit dem Reise- oder Güterfernverkehr aus dem Süden angekommen sind. Denn im Kreis Rheinpfalz ist der Maisanbau nicht so stark konzentriert und Fruchtwechsel mit Acker- und Gemüsekulturen üblich, meldet das Ministerium. Damit stellt Ministerin Ulrike Höfken diese Funde weniger dramatisch dar als die ersten Funde dieses Jahres im Kreis Germersheim. Dennoch will sie gemeinsam mit den Bauernverbänden einen Runden Tisch zum Maisanbau einrichten. 

Auch um den neuen Fundort werden eine Befallszone mit einem Radius von 1 km sowie eine Sicherheitszone mit einem Radius von 5 km ausgewiesen. In der Befallszone bauen drei Landwirte 16 ha Mais an, die zu behandeln sind. In der Sicherheitszone, wachsen 355 ha Mais von 41 landwirtschaftlichen Betrieben, die nun verstärkt mit Lockstofffallen überwacht werden. Die Bekämpfung des Quarantäneschädlings mit Insektiziden in der Befallszone wird noch ab morgen erfolgen. (brs)
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