Die Neuorganisation des Pflanzenschutzgeschäfts in Brasilien schmälert das Ergebnis des israelischen Generika-Anbieter Makhteshim Agan Ind. (MAI), Tel Aviv, deutlich. In den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielte MAI zwar ein Umsatzplus von gut 8 Prozent auf 1,86 Md. US-$. Der Nettogewinn hat sich mit 27,0 Mio. US-$ gegenüber 62,4 Mio. US-$ in der Vorjahresperiode aber mehr als halbiert. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erhebliche Gewinneinbußen im Vergleich zu 2008 hinnehmen müssen. MAI-Chef Avraham Bigger, der Ende dieses Jahres als CEO ausscheidet, ist optimistisch, dass MAI nach vollzogener Restrukturierung wieder Gewinn abwerfen wird.

Deutliche Zuwächse (plus 57 Prozent) konnte MAI in den ersten neun Monaten dieses Jahres jedoch in der Region Asien/Pazifik verbuchen, insbesondere in Indien und Australien hat das Unternehmen mehr verkauft. In Lateinamerika, vor allem in Argentinien und Kolumbien, nahm der Umsatz um knapp 8 Prozent zu. In Europa verzeichnet MAI im ersten Dreivierteljahr ein leichtes Plus auf Grund eines guten Osteuropageschäfts.

Durch Zukäufe in Mexiko und Korea sowie Kooperationen in Nord-und Lateinamerika versucht MAI, sein Geschäft zu straffen und strategisch weiter auszubauen. Unterdessen laufen die Verhandlungen mit chinesischen Einkäufern. Das staatliche Chemieunternehmen ChemChina will Anteile des israelischen Investmentunternehmen Koor Industries erwerben, das der größte Anteilseigner des Pflanzenschutzunternehmens Makhteshim ist. (AW)
stats