Malz auf Sortenreinheit untersuchen

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Das Risiko von Sortenvermischungen bei der Abwicklung der von Malzkontrakten der Ernte 2000 ist nach Ansicht des Bayrischen Brauerbundes besonders hoch. Bei der Abwicklung von Malzkontrakten komme es immer wieder vor, dass den Brauereien, abweichend vom Malzschlussschein, Malz angeliefert werde, das aus anderen als den vertraglich vereinbarten Braugerstensorten hergestellt sei. Viele Mälzer hätten wegen der regional sehr unterschiedlich ausgefallenen Ernte Gerste zur Deckung ihres Bedarfes aus anderen Regionen zugekauft. Verarbeitungsschwierigkeiten seien vor allem dann nicht ausgeschlossen, wenn Braugerstensorten verschiedener Lösungsgruppen bei oder nach der Malzherstellung vermischt wurden. Die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen bezüglich der zur Malzherstellung vereinbarten Sorten ist dann noch am ehesten sicherzustellen, wenn auch die Mälzerei weiß, dass Malze regelmäßig auf Sortenreinheit untersucht werden. Der Brauerbund wird deshalb Untersuchungen von in- und ausländischen Handelsmalzen auf Sortenreinheit durchführen lassen. Die Untersuchungen werden vom Forschungsinstitut für Rohstoffe der VLB Berlin durchgeführt. (HH)
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