Auf insgesamt 218 Mio. € beläuft sich die Forderung, berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital. Sie richte sich an acht ehemalige Vorstände und Aufsichtsräte des 2016 insolvent gegangenen Unternehmens, heißt es in dem Vorabbericht. Der Vorwurf laute, dass die Insolvenz mindestens ein Jahr verschleppt worden sei. Auch in dieser Zeit seien noch Zahlungen zulasten der Gläubiger geleistet worden. Für den Fall der Nichtzahlung drohen den Managern um den früheren Ex-Chef Siegfried Hofreiter eine Reihe von Klagen. Zwar sei für die Konzernführung eine Managerhaftpflichtversicherung bei der Allianz-Versicherung abgeschlossen worden, doch liege deren Deckungssumme weit unterhalb der jetzt formulierten Forderungen, heißt es in dem Bericht. 

Unterdessen habe die Staatsanwaltschaft Hamburg ihre Ermittlungen ausgeweitet. Neben den ursprünglichen Vorwürfen zu Verstößen gegen das Aktiengesetz werde nunmehr auch wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung, Untreue und Betrug ermittelt. Über verschiedene Anleihen hatten dem Bericht zufolge etwa 12.000 Kleinanleger etwa 342 Mio.€ in das börsennotierte Agrarunternehmen KTG Agrar investiert. Am 4. Juli 2016 hatte der Konzern Insolvenz angemeldet. (jst) 
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