Lebensmittelskandal

Manager von Müller-Brot verurteilt

Das Landgericht Landshut verurteilte die drei Angeklagten zu Strafen zwischen einem Jahr und einem Jahr und zehn Monaten. Der Vollzug wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die früheren Geschäftsführer müssen außerdem Geldstrafen zahlen. Die Geschäftsführer mussten sich vor Gericht verantworten, weil sie große Mengen von Lebensmitteln in den Handel gebracht hatten, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet waren. Der frühere Haupteigentümer Klaus Ostendorf und zwei weitere Ex-Geschäftsführer wurden außerdem wegen Insolvenzverschleppung und Betrug belangt.

Die Überwachsungsbehörden hatten die Produktion bei Müller-Brot Ende Januar 2012 wegen massiver Hygienemängel gestoppt. Unter anderem wurden bei mehreren Kontrollen Mäusedreck und Kakerlaken gefunden. Bereits seit Sommer 2010 waren die hygienischen Verhältnisse bei Müllerbrot von den Lebensmittelkontrolleuren beanstandet worden. Seit dieser Zeit hatten die Behörden immer wieder Bußgelder verhängt - zweimal sogar den Höchstsatz von 25.000 €. Zwei Wochen nach dem Produktionsstopp meldete das Unternehmen Insolvenz an. (SB)
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