Mandelson streitet mit irischen Landwirten

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Zwischen EU-Handelskommissar Peter Mandelson und irischen Landwirten ist ein heftiger Streit ausgebrochen. Die Irish Farmers Association (IFA) wirft Mandelson einen Ausverkauf landwirtschaftlicher Interessen in den WTO-Verhandlungen vor. Mandelson bezichtigte die IFA am Dienstag in Brüssel, sie schüre Ängste mit falschen Zahlen. In den WTO-Verhandlungen biete die EU eine Kürzung der Einfuhrzölle für Rindfleisch um 23 Prozent an, stellte Mandelson klar. Die IFA behaupte fälschlicherweise, es sei ein 70-prozentiger Zollabbau geplant und spreche deshalb von einem drohenden Ruin der Rinderhaltung in Irland. Der Streit bekommt durch das Referendum in Irland über den EU-Vertrag besonderes Gewicht. Die IFA hat ihre Mitglieder zur Ablehnung des EU-Vertrags aufgerufen, wenn Mandelson mit einem schlechten Ergebnis aus Genf zurückkommen sollte. Der Kommission hilft nun die wiederholte Zeitverzögerung in den WTO-Verhandlungen. Bis zum irischen Referendum am 12. Juni wird in Genf nicht mehr mit einem Ergebnis gerechnet. (Mö)
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