Margen für Schweinefleisch bleiben eng

Die Futterkosten bleiben im getreideabhängigen Schweinefleischsektor hoch. Gewinne können deshalb nur erzielt werden, wenn die Preise für Schweinefleisch langfristig steigen. Zu diesem Ergebnis kommt der erweiterte Beratende Ausschuss der EU-Kommission für den Schweinefleischsektor. Am morgigen Dienstag wird der Bericht des Ausschuss im EU-Agrarministerrat in Brüssel vorgestellt. Die Getreidepreise bleiben hoch. Darüber sind sich die Branchenverbände und die Experten aus den nationalen Landwirtschaftsministerien im Ausschuss einig. Getreide mache rund 65 Prozent der Futterkosten aus. Allerdings gingen die Meinungen darüber auseinander, wie der erhöhten Futterkosten durch höhere Fleischpreise ausgeglichen werden können. Einige Verbände sehen die Lösung im Export. Vor allem in China und Russland werde der Absatz wachsen. Dazu müsse nach Meinung der Ausfuhr orientierten Verbände die Erzeugung in der EU über die Kette besser verbunden werden und in Großbetrieben wettbewerbsfähig bleiben.
Dem widersprachen vor allem italienische Kleinbauerorganisationen. Nach Ansicht von Via Campesina führen nur lokale, extensive Betriebe und mögliche Mengenbeschränkungen in der Schweinefleischerzeugung zum Erfolg. Der EU-Bauernverband (COPA) forderte im Ausschuss eine bessere Absicherung gegen Preisschwankungen, eine Ausdehnung der privaten Lagerhaltung und eine Fortführung von Ausfuhrhilfen. (Mö)          
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