Milchexporte

Marken und Export zählen


In der EU werden im Jahr 2018 voraussichtlich etwa 10 bis 13 Mio. t mehr Milch als in diesem Jahr erzeugt. Diese Mehrmenge müsse exportiert werden, erklärte Christophe Lafougere vom französischen Beratungsbüro GIRA. Dabei käme es auf eine möglichst hohe Wertschöpfung durch den Verkauf von Marken an. Die Genossenschaften täten sich leider schwer, neben den Massenprodukten auch Marken aufzubauen, kritisierte Lafougere vorigen Freitag auf einer Konferenz der EU-Kommission. Führend seien hier eindeutig die privaten Molkereien.

Auch im Export spielen nach dem Urteil des Beraters die Molkereigenossenschaften nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich Friesland Campina und Arla hätten einen nennenswerten Exportanteil am Umsatz. Die anderen Genossenschaften beschränkten sich überwiegend auf den EU-Binnenmarkt.

Wenn die privaten Molkereien ihre Milcherfassung auf Mengen beschränken, die sie auch gewinnbringend absetzen könnten, käme den Genossenschaften eine wichtige Rolle nach dem Ende der Quoten zu. Diese erfassten wahrscheinlich mehr und mehr Milch. Um beim Auszahlungspreis mithalten zu können, müssten sie sich deshalb verstärkt um den Aufbau von Marken und um den Export kümmern, betonte der Marktexperte. (Mö)
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