Nahezu ein Drittel der britischen Verbraucher greifen gezielt zu Lebensmitteln aus dem Ökosegment, teilt die Soil Association, eine Wohltätigkeitsorganisation mit Sitz in Bristol, mit.
Trotz zuletzt schwächelnder Lebensmittelmärkte, sei der Verkauf von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau 2014 um 4 Prozent im Vorjahresvergleich auf umgerechnet rund 2,5 Mrd. € gestiegen. Diese Zahlen stehen in starkem Gegensatz zu dem ansonsten rückläufigen Trend des Lebensmittelmarktes in Großbritannien. Laut Soil Association gingen die Lebensmittelverkäufe insgesamt 2014 um 1,1 Prozent, die Preise sogar um rund 2 Prozent zurück.

Milchprodukte machten dabei mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes im Ökosektor aus. Am stärksten stiegen die Joghurtverkäufe mit knapp 14 Prozent. Ökologische Milcherzeugnisse legten im Gesamtumsatz um gut 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Diese Zahlen stehen in starkem Kontrast zu dem Rückgang von 3 Prozent, die der konventionelle Milchhandel im letzten Jahr hat hinnehmen müssen.

Verkäufe von Bioeiern und -geflügel stiegen im vergangenen Jahr um fast 16 und gut 8 Prozent, während der Absatz von konventionellen Eiern und Geflügel um 6,2 beziehungsweise 3,3 Prozent sank. Biogemüse fiel hingehen um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was das positive Gesamtergebnis für die Biobranche allerdings kaum schmälern konnte.

Helen Browning, Vorstand der Soil Association, wertet die neue Zahlen als Rückenwind für die Biobranche. Obwohl vor drei Jahren viele Beobachter den Ökomarkt im Vereinigten Königreich bereits abgeschrieben hatten, würden die Jahre stetigen Zuwachses zeigen, dass Berichte vom Scheitern der Biolebensmittel verfrüht gewesen seien. (atm)
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