Milchmarkt

Marktlage bleibt volatil


„Butter war der Preisbrecher des Jahres und dies im positiven Sinne“, sagt Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. Ebenso gingen Sahne- und Butterpreise durch die Decke und schafften gute Verwertungsmöglichkeiten für die Rohmilch. Allerdings habe sich der  Fettmarkt mittlerweile deutlich beruhigt, genügend Ware für das Weihnachtsgeschäft sei vorhanden, so Heusers Einschätzung.

Im Jahresbericht für die Branche ging Heuser insbesondere auf den Käsesektor ein. Dieser habe den deutschen Milchpreis deutlich stabilisieren können. Über 50 Prozent der deutschen Milch wandere in die Käseproduktion. Über die Hälfte des Käses werde im Ausland vermarktet. Die Notierungen für Käse haben sich laut MIV positiv entwickelt. Für das Kalenderjahr rechnet der Verband mit einem durchschnittlichen Milchpreis von 36 Cent/kg bezogen auf einen Fettgehalt von 4,0 Prozent.

Warnung vor zu großen Produktionssprüngen

Gleichzeitig mahnte Heuser, dass höhere Milchpreise aber auch zu höherer Milchproduktion führten, was die Saisonkurven nicht nur in Deutschland deutlich zeigten. Dies könne erneut zu Korrekturen beim Milchpreis führen.

Mit einem Ausblick auf das Jahresende und 2018 tat sich der Verbanspräsident schwierig. Zwar sei die Kaufkraft in Deutschland vorhanden und die Akzeptanz für Milch und Milchprodukte sehr groß, dennoch sei die Milchmengenentwicklung nur schwierig abzuschätzen. Es gelte daher, das noch positive Preisbild aus 2017 in das neue Jahr mitzunehmen. (mrs)
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