1

Der Öko-Landbau sollte nicht mit Fördermitteln künstlich ausgeweitet werden, ohne dass für seine Produkte ausreichend Nachfrage bestehe. Dies sagte Sachsens Landwirtschaftsminister Steffen Flath gestern auf der Grünen Woche in Berlin. Die Landwirtschaftspolitik der Zukunft müsse marktgerecht sein und dürfe die konventionell wirtschaftenden Betriebe nicht vergessen. Flath lehnte betriebliche Obergrenzen in der Förderung ab. Umwelt schonende Bewirtschaftung und tierartgerechte Haltung seien keinesfalls von der Größe der Betriebe abhängig. Eine künftige Agrarpolitik müsse als ein wesentliches Element die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaftsbetriebe im Auge behalten. Flath wandte sich gegen deutsche Alleingänge. Sie könnten allenfalls ein Zwischenschritt sein. (ED)
stats